Phoenix aus der Asche                        Hilfreiches für Betroffene & HelferInnen                        Arbeitsgruppe                        Studie                        Danksagung

 
 
Unsere Studie



Einleitung


Inhaltsverzeichnis


Anliegen der Teilnehmenden


Auszüge der Gruppe "Verbündete"


Fazit


Nachlese
- TherapeutInnen ohne Kassenzulassung



als PDF verfügbar
- Kurzfassung der Studie
- Nachlese ambThoK

 

Auszüge aus dem Studienergebnis der Gruppe "Verbündete"

 

In welcher Verantwortung sehen sich Verbündete?


VgV1

Sonstiges:

  • Ich fühle mich verantwortlich, die Betroffene möglichst wenig emotional zu belasten oder zu fordern. Das heißt, ich muss meine Bedürfnisse stark zurückschrauben, was ich nicht förderlich für eine Beziehung finde.
  • Als Seelsorgerin und Pfarrerin kann ich nicht leisten, was eine Therapeutin in den Sitzungen bearbeitet. In der Zeit der Therapie war es für mich leichter, mit der Betroffenen zu kommunizieren; die permanenten Anrufe und eine enorme zeitliche Beanspruchung ließen deutlich nach.
  • Der Betroffene wohnt in einer anderen Stadt.
  • Hilfe bei der Tagesstruktur und überhaupt Alltägliches, viel Zeit zum reden und zuhören, Planen von extra Schönem und gemeinsam erleben, Hilfe bei Abstand halten von den Tätern bzw. nicht wieder Kontakt aufnehmen etc., Trauern helfen, kurze gemeinsame Gebete und Ausdrucksmöglichkeiten für alle noch vorhandenen Glaubensreste, Schutzraum bieten zum weinen und schreien, gemeinsam und vorsichtig neue Väter und Mütter suchen; motivieren: die eigene Wohnung jeden Tag ein Mal verlassen und raus gehen, ... quasi Vorbild (blöder Ausdruck) oder Mutmacher sein - wie Leben auch sein könnte...
  • Betonung familiärer Bindung
  • Begleitung an alle Orte außerhalb der Wohnung, Begleitung zu allen medizinischen und physiotherapeutischen Behandlungen, Unterstützung beim Vertreten der Interessen vor den Behandlern, Unterstützung beim Versorgen mit Lebensmitteln und beim Essen - die Betroffene hat eine ausgeprägte Eßstörung, wurde aber auf entsprechenden Stationen wegen ihrer Diagnose Dissoziative Identitätsstörung nicht aufgenommen oder nach ein paar Tagen rausgeschmissen; Verhinderung von Kontaktaufnahme durch Täter.
  • Freundschaft, zuhören
  • Begleitung bei Arztbesuchen (mittelnde Funktion zwischen Betroffener und Arzt wegen Kommunikationsprobleme durch Dissoziativer Störung)
  • für den Schutz vor gutgemeinter unangebrachter Hilfe
  • Aufklärung, andere Perspektiven aufzeigen und Geduld und Verständnis für Folgen der traumatischen Erlebnisse zu haben.
  • Einfach "nur Reden, Zuhören, Aufbauen, zu erneuter Behandlung ermuntern", da an dieser Stelle meistens ein Defizit vorhanden ist.
  • Dieser unhaltbare Zustand der "Rundumdieuhrbetreung" geht schon seit Jahren, liebend gerne wäre ich einfach nur Ehefrau, aber soll ich meinen Mann aufgeben??? Niemals. Zu der Frage "Verhinderung von Gewalt gegen Kinder/Angehörige" muss ich sagen, dass dies oft im Zusammenhang mit Überlebenden gesetzt wird. Mein Mann könnte niemandem, seinen Kindern nicht und auch keiner Fliege etwas zu leide tun, ist weder agressiv noch gewalttätig, was oft behauptet wird, dass jemand der missbraucht wurde oder Gewalt erfahren hat, dass weitergeben würde. Das ärgert mich sehr.
  • Rücksprache über Dinge die der Therapeut gesagt hat oder Gedanken die er angesprochen hat.
  • Begleitung im Alltag
  • moralischen Support, bekanntmachen mit alternativen Behandlungsmöglichkeiten/Ansätzen, die integrativ bzw. holistisch, synergetisch arbeiten
  • immer wieder für Sicherheit zu sorgen!!!
  • Ansprechpartner bei Problemen und zur emotionalen Unterstützung

Was Verbündeten hilft

VgV2

Sonstiges:

  • Information, Weiterbildung, "Verstehen lernen" der Genese von Traumatisierungen und deren Auswirkungen, Lernen sich teilweise zu distanzieren
  • Durch eine Ausblidung als Klinikseelsorgerin habe ich gelernt, mich selbst zu schützen. Kollegiale Supervision und (selbstverständlich) anonymisierte Besprechung von Konfliktsituationen helfen mir, mich wieder zu sortieren. Auch die Möglichkeit, Kontakt zur Therapeutin der Betroffenen aufzunehmen, empfinde ich als hilfreich.
  • Das fällt mir nicht immer leicht, aber ich habe bisher keine Hilfe gebraucht.
  • Vertrauen ist die Basis.
  • Sport, Tiere, Natur, Musik machen, kreativ sein, etwas mit gesunden Kindern unternehmen bzw. Zeit mit ihnen zu verbringen, einen "Gegenpol" im Blick haben und gut dafür sorgen als einen Ausgleich, also etwas sehr Leichtes, Leichtigkeit habendes und Schönes
  • Sport, Feldenkrais, Selbsterfahrung, Literatur
  • Ehepartner und 1 Freundespaar, Ausbildung zum syst. Fam.-Therapeuten
  • eigentlich fühle ich mich so, dass ich Hilfe bräuchte, aber nicht bekomme eine Beziehungspause täte mir vielleicht gut, ist aber nicht möglich, ohne der Betroffenen enorm zu schaden
  • Bewusste Ressourcennutzung nach einer Ausbildung zum Kriseninterventionshelfer im Roten Kreuz; enge Absprachen und Rückmeldung mit der Betroffenen.
  • Eigene Traumatisierungen und entsprechende Therapieerfahrungen
  • Immer wieder ganz egoistisch meine Interessen, meine Wünsche und meinen inneren Frieden finden. Ganz klare Entscheidung dafür, Verbündete auch auf lange Zeit hin, zu sein.
  • Aura Soma Gespräche
  • bin selber krank (schwere Depression) und dadurch haben wir viele "Gemeinsamkeiten" und man kann sich sehr offen austauschen
  • bisher hab ich noch nichts versuchen können - mir fehlt schlicht weg die zeit, habe ja selber auch eine familie und beruf, aber austausch mit anderen verbündeten wäre wohl klug
  • Bin Psychotherapeut - zur Zeit ohne Beschäftigung
  • Starke Liebe zu meiner Partnerin, großes Bemühen und zunehmende Erfolge ihrerseits bei der Erlangung größerer Selbstständigkeit, wodurch die Zuversicht auf bessere Zeiten (wie es glücklicherweise scheint mit einigem Recht) aufrechterhalten wird.


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