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 Pressemitteilung der Initiative Phoenix

 

Initiative Phoenix e.V. begrüßt Ergänzung der Psychotherapie-Richtlinien

Göttingen, 22.11.2014. Die Initiative Phoenix e.V. begrüßt die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses (gBA), EMDR als Therapiemethode in die Richtlinien aufzunehmen, an denen sich die Krankenkassen bei der Finanzierung von Psychotherapie orientieren. "Wir gratulieren den Kolleginnen und Kollegen, die sich für diese überfällige Änderung lange einsetzten, dass sie gehört wurden", so Johanna Sommer, erste Vorsitzende des Bundesnetzwerks für angemessene Psychotherapie. Die sogenannte "Eye-Movement-Desensitization and Reprocessing EMDR" hat sich in der Einzeltherapie bei Menschen mit posttraumatischen Belastungen bewährt und kann nun auch offiziell in die ambulante psychotherapeutischen Versorgung einbezogen werden ohne dass Patientinnen und Patienten um die Kostenübernahme kämpfen müssen.

"Damit ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einer Verbesserung des Behandlungsrahmens für komplex traumatisierte Menschen getan", so die Initiative Phoenix. Allerdings sei die Grundlage für eine angemessene Psychotherapie für gesetzlich Versicherte in der Richtlinie noch nicht gegeben. "EMDR als Therapiemethode anzuerkennen genügt nicht. Komplexe Traumafolgen benötigen ein umfassendes Behandlungskonzept mit vielen unterschiedlichen Bausteinen, deren Wirksamkeit nur im jeweils individuellen Kontext jeder und jedes einzelnen Betroffenen bewertet werden kann." Die Basis aller Methoden in der Traumatherapie sei der Aufbau einer stabilen therapeutischen Beziehung, die den Patientinnen und Patienten die Sicherheit vermitteln kann, die es braucht, damit z.B. auch die EMDR überhaupt angewandt werden könne. "Eine Bewilligung psychotherapeutischer Versorgung in Schritten, die jeweils nur 15-20 Therapiestunden umfassen, sowie die pauschale Kontingentierung des Therapiebedarfs sind bei bestimmten Störungsbildern kontraproduktiv. Die Richtlinien sind auf die Behandlung schwerer Traumafolgen nicht anwendbar. Sie müssen ergänzt werden, damit es überhaupt eine Grundlage dafür gibt, Methoden wie die EMDR im Rahmen eines sinnvollen Therapiekonzepts auch bei komplexen Störungsbildern richtig einsetzen zu können." Das sieht auch die BPtK in ihrer Pressemitteilung vom März 2014 so.

Die Ergebnisse der Studie der Initiative Phoenix zu den Erfahrungen der Betroffenen, Angehörigen und Fachleute belegen, dass die Versorgungsrealität bei komplex traumatisierten Menschen in Deutschland von allen Beteiligten überwiegend als suboptimal und chronifizierend, und dadurch ökonomisch ineffizient eingeschätzt wird. "Die Anerkennung der EMDR als Therapiemethode ist ein guter Anfang. Nun hoffen wir, dass als nächstes die Richtlinie um die Grundlage für einen Behandlungsrahmen ergänzt wird, in die EMDR eingebettet werden kann."



Kontakt:

Initiative Phoenix - Bundesnetzwerk für angemessene Psychotherapie e.V.
c/o Johanna Sommer
PF 2334
37013 Göttingen
E-Mail: initiative-phoenix(at)gmx.de
www.initiative-phoenix.de

 

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