Phoenix aus der Asche                        Hilfreiches für Betroffene & HelferInnen                        Arbeitsgruppe                        Studie                        Danksagung

 
 
Unsere Studie



Einleitung


Inhaltsverzeichnis


Anliegen der Teilnehmenden


Auszüge der Gruppe "Verbündete"


Fazit


Nachlese
- TherapeutInnen ohne Kassenzulassung



als PDF verfügbar
- Kurzfassung der Studie
- Nachlese ambThoK

 

Einleitung



Die psychotherapeutische Versorgungsrealtität komplex traumatisierter Menschen in Deutschland (2011-2012)
 

2010 wurde durch von komplexen Traumafolgen Betroffene und deren Angehörige die "Initiative Phoenix" ins Leben gerufen, mit der sich binnen kürzester Zeit zahlreiche andere Betroffene und UnterstützerInnen solidarisierten. Aus der Initiative ist zwei Jahre später ein als gemeinnützig anerkannter Verein hervorgegangen: "Initiative Phoenix - Bundesnetzwerk für angemessene Psychotherapie e.V.". In diesem Netzwerk setzen sich Betroffene, Angehörige, BeraterInnen, TherapeutInnen, ÄrztInnen und andere Helfende aus unterschiedlichsten Versorgungsbereichen für bessere Rahmenbedingungen zur psychotherapeutischen Behandlung und Unterstützung Betroffener ein. Langfristig wünschen sich die UnterstützerInnen der Intiative u.a. eine Ergänzung der Richtlinien, an denen sich die Krankenkassen bei der Finanzierung von Psychotherapie orientieren. 2011 rief die Initiative Phoenix zur Beteiligung an einer Umfrage im Internet auf, um ein Meinungsbild aus verschiedenen Richtungen dazu einzuholen.


Hintergrund:
Subjektiv nehmen die in der Initiative vernetzten Menschen die dringende Notwendigkeit wahr, die Richtlinie, an der sich die Krankenkassen bei der Finanzierung von Psychotherapie orientieren, um einen Behandlungsrahmen für komplex traumatisierte Menschen zu ergänzen. Mit der Umfrage sollte untersucht werden, als wie bedarfsgerecht die Richtlinienvorgaben von anderen Betroffenen und BehandlerInnen, Angehörigen und professionellen Helfenden und Behandelnden erlebt werden, und ob ihre Erfahrungen denen der in der Initiative vernetzten Menschen ähneln. Die TeilnehmerInnen wurden gebeten, ihre persönliche Einschätzung der Richtlinientherapie, ihrer Auswirkungen in der Praxis (in Bezug auf die Traumatherapie) und des Bedarfs einer Änderung mitzuteilen.

Die Erhebung war sehr umfangreich und komplex angelegt, da mit wenigen TeilnehmerInnen gerechnet wurde, aber ein breiter Überblick über die verschiedenen Anliegen und Erfahrungen erreicht werden sollte. Das Ziel war, Handlungsbedarf im Bereich der psychotherapeutischen Versorgung von Menschen mit komplexen Traumafolgestörungen einerseits zu bestätigen und andererseits deutlicher herauszuarbeiten. Eine Frage dahinter war auch, ob sich das Empfinden der Versorgungsrealität einzelner Betroffener von denen der HelferInnen - persönlich wie professionell, ambulant wie stationär - unterscheidet. Erhofft wurde ein Querschnitt mit verschiedenen TeilnehmerInnengruppen mit etwa 20-30 TeilnehmerInnen.


Vorgehen:
Auf einer Plattform im Internet wurden insgesamt 130 Fragen bzw. Fragenkomplexe veröffentlicht. Die Teilnehmenden durchliefen die Umfrage je nachdem, welcher Verzweigung sie folgten, als:

- "Betroffene", die Therapie brauch(t)en, und zum Zeitpunkt der Umfrage oder vorher in  Therapie waren bzw. gewesen waren,
- "Verbündete", das heißt Angehörige, FreundInnen, Bekannte, LebenspartnerInnen u.ä.,
- ambulant arbeitende TherapeutIn für Erwachsene,
- ambulant arbeitende TherapeutIn für Kinder und Jugendliche,
- MitarbeiterIn einer Beratungsstelle, oder
- stationär mit traumatisierten Menschen arbeitend.

Aufgrund des nicht abnehmenden Interesses an der Umfrage blieb sie von September 2011 bis November 2012 geöffnet. Sie enthielt 130 unterschiedliche "Multiple Choice"-Komplexe und zusätzlich insgesamt 61mal Platz für Freitextantworten. 1334 vollständig bearbeitete Fragebögen wurden insgesamt eingereicht. Die Freitext-Möglichkeiten wurden jeweils von zwischen unter 10 bis 574 Teilnehmenden genutzt mit einem Umfang von jeweils wenigen Worten bis zu umfangreichen Ausführungen. Die Auswertung der Daten der Multiple-Choice-Antworten erfolgte mit Hilfe des Progamms "SurveyMonkey" und wurde durch die Inhalte der Freitextantworten ergänzt. Insgesamt wurden 5371 Kommentare in die Auswertung einbezogen.


TeilnehmerInnen gesamt:                    1952
vollständig eingereichte Fragebögen:                    1334

Betroffene in, vor oder nach Therapie:      50,4%    673
Verbündete (Angehörige, FreundInnen...):        4,4%      59
Ambulant arbeitende TherapeutInnen (PT, HP, ...) für Erwachsene:      29,2%
    389
Ambulant arbeitende TherapeutInnen für Kinder u. Jugendliche:        2,2%      29
MitarbeiterInnen in Beratungsstellen:        9,4%    126
Stationär arbeitende professionelle HelferInnen:        4,3%      58


Abb001


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